Weingut Kummer-Schuster

Das Fiata, unsere Tradition

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Tradition ist uns wichtig

Am Sitz des Weingutes wirtschaftet nun schon die 10. Generation unserer Familie. Seit dem 17. Jahrhundert bestimmt die Landwirtschaft den Lebensalltag unserer Vorfahren. Ein Zeitzeuge und Manifest dieser Tradition ist das blaue Dreieck, das unsere traditionelle Weinlinie ziert. Es soll an das typisch burgenländische „blaue Fiata“ erinnern.

Diese Arbeitsschürze wurde entweder offen oder aber auch sehr oft eingeschlagen/hochgezogen verwendet. Es steht für den Fleiß und das Können der burgenländischen Winzergenerationen. Das Fiata hat im Burgenland eine lange Tradition. Genauso wie die Weine von Kummer-Schuster.

Fiata (Fürtuch, Schurz)

Das Fiata wird heutzutage (leider) nur noch selten verwendet. Im Burgenland ist es eine meist dunkelblaue Schürze (keine Halbschürze), die aus demselben Gewebe wie das „Blauzeug“ von z.B. Schlossern hergestellt wurde. Die Landarbeiter und Bauern trugen das Fiata über die Arbeitskleidung, damit diese bei den diversen Arbeiten nicht schmutzig wird.

Speziell bei den Weinbauern und deren Arbeitern war das Fiata sehr beliebt, weil es für die tägliche Arbeit universell einsetzbar war. Bei den Kellerarbeiten trug man das Fiata meist offen und bis zu den Knöcheln, damit das Traubenmaterial bzw. der Most die Kleidung nicht verklebte. Das Foto oberhalb zeigt den Urgroßvater im Jahr 1952 bei der Füllung von Weinflaschen.

Wenn man auf dem Feld arbeitete, konnte man das Fiata hochschlagen und es zu einer Art Dreieck formen. Somit entsteht ein „Behälter“ direkt am Körper, in den man z.B. Samen einfüllen konnte, ehe man diese ausstreut. Somit hatte man beide Hände frei und kann schneller arbeiten (als mit einem Kübel/Korb). Bei der Weingartenarbeit konnte man das Bindematerial für die Reben oder die Weingartenschere komfortabel verstauen.

Am Foto rechts sieht man den Urgroßvater bei der Weingartenarbeit mit einem hochgeschlagenem Fiata. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1930/31. Auf diesem Foto ist auch gut zu erkennen, dass man damals im Weingarten noch die alte Stockkultur (Pfahlkultur) anwendete. D.h. die Rebe wurde entlang eines Pfahles in die Höhe gezogen. Ihre Triebe wurden mit eingeweichten Stroh festgebunden um das Wachstum zu steuern. Dieses eingeweichte Stroh wurde im Fiata verstaut und war somit immer griffbereit.

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